17.01.2023

Was sind Ressourcen?


Aktuell ist der Begriff "Ressourcen" in aller Munde. Aber: Was genau versteht man eigentlich darunter? Ressourcen sind das Potenzial in uns, welches wir für unser Wohlbefinden und unsere Genesung einsetzten können. Oft ist uns aber gar nicht bewußt, dass wir über dieses wertvolle Gut verfügen. Darum müssen wir es entdecken, freilegen und bestmöglich nutzen. nutzen. 


Unsere Ressourcen machen uns stark! Sie tragen dazu bei, dass wir Probleme lösen und Ziele erreichen. Ein jeder Mensch verfügt über diese individuelle Kraftquelle. Sie sind der Experte für Ihre Fähigkeiten und Kräfte. Lassen Sie uns diese gemeinsam entdecken, Ihre Ressourcen aktivieren und nutzen! Am besten erkunden wir Ihr Potential mit gezielten Fragen, beispielsweise:


Was macht mich besonders?

Was mache ich gut?

Was kann ich besonders gut?

Was mag ich an mir?

Worin bin ich gut?

Womit kenne ich mich besonders gut aus?

Worauf bin ich stolz?

Wofür werde ich gelobt?

Was bewundern andere an mir?

Was macht mich glücklich?


Oder auch:


Was hilft dir, wenn es dir mal schlecht geht?

Gibt es in schwierigen Phasen auch schöne Momente? Falls ja: Wie genau sehen diese aus?

Was gelingt dir, wenn es dir gerade nicht gut geht, trotzdem noch prima?

Je mehr Ressourcen wir entdecken, desto stärker werden wir, desto besser wird unsere Resilienz. Manchmal schlummert die Kraft unter der Oberfläche. Es lohnt sich, daran zu arbeiten und ich lade Sie herzlich dazu ein!







10.01.2022

Das Lebensrad oder Wheel of Life: Ein Tool, nicht nur für's Coaching

Es liegt in unserer Hand, etwas zum Positiven zu verändern. Dazu bedarf es zunächst der Selbstreflektion. Aber gerade dies ist manchmal gar nicht so leicht!  Ich freue mich, dass ich  in meiner Praxis Klienten bei dieser Aufgabe helfen und unterstützen kann. Hierzu verwende ich unterschiedlichste Methoden, welche ich  gerne in den folgenden Blog-Beiträgen vorstellen möchte. Es gibt nicht "die eine Methode" oder "das eine Tool", welches jedem Klienten, jeder Krankheit oder jedem Beratungsanliegen gerecht wird. Durch meine Erfahrung und Ausbildung bin ich in der Lage, das individuell passende Verfahren auszusuchen und anzuwenden.

Heute möchte ich Ihnen ein Tool aus dem Bereich Coaching vorstellen - das Wheel of Life oder auch Rad des Lebens 

Dies ist eine Methode, um die aktuelle Situation des Klienten bildlich darzustellen.  In einem ersten Schritt benennt der Klient Kreissegmente mit für ihn wichtigen Lebensbereichen (üblicherweise sechs bis zehn). Anschließend bewertet er, wie zufrieden er aktuell mit der jeweiligen Situation ist - dies ist der Ist-Zustand. Durch diese Visualisierung fällt es den Klienten leichter zu verstehen,  warum das eine oder andere im Leben gerade "nicht rund läuft". Im zweiten Schritt entwirft der Klient gemäß seiner Idealvorstellung ein neues Rad des Lebens - er definiert seinen Soll-Zustand. Was könnte verbessert werden, welche Lebensbereiche kommen momentan zu kurz?  Wichtig ist, das nicht alles perfekt ist sondern dass ein Wohlfühlzustand erreicht wird. Oft ist es gar nicht die 10, die erstrebenswert ist, da dafür zu viele Ressourcen eingesetzt werden müssten. Vielleicht ist die 7 eher optimal? Wieviel Energie kann oder möchte ich investieren? Welche Bereiche benötigen mehr Aufmerksamkeit?

Anschließend setzt sich der Klient damit auseinander, welche kleinen Etappenziele ihm dabei helfen können, seinem Ziel in den jeweiligen Bereichen näher zu kommen. Oftmals ergeben sich dadurch ganz neue Perspektiven und Möglichkeiten. Das Wheel of Life  ist nicht nur im Coaching anwendbar sondern findet in vielen Bereichen Anwendung. Auch bei Depressionen, welche ursächlich unter anderem an unbefriedigten Bedürfnissen liegen können, hilft es dem Klienten,  seine aktuelle Situation zu analysieren und ins Handeln zu kommen. Und gerade dies - das Aktiv werden und Stück für Stück der Depressionsspirale zu entkommen - ist bei diesem Störungsbild sehr wichtig.

Vielleicht möchten Sie das Wheel of Life näher kennenlernen? Gern können Sie mich kontaktieren!

17.08.2022 

Burnout - viel mehr als "nur" Stress

Der Begriff Burnout ist heute sehr geläufig, aber: Was genau verbirgt sich eigentlich dahinter? Ist es eine Modeerscheinung? Oder gar eine andere Bezeichnung für Stress? Hat ein Burnout Krankheitswert oder ist es vielmehr ein "Zipperlein"? 

Letzteres lässt sich ganz klar mit Nein beantworten. In der Neuerscheinung der ICD11 (dem Standardwerk der WHO zur Klassifikation von psychischen Erkrankungen) im Januar 2022 wurde der Burnout erstmals offiziell als Erkrankung eingestuft. Was allerdings nicht bedeutet, dass das Gefühl der Leere und des Ausgebranntseins mit all seinen - auch körperlichen - Facetten ohnehin bei Millionen Menschen längst als Krankheit empfunden wurde und wird. Das Phänomen ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen, und zwar mit zunehmender Tendenz. Im Jahr 2021 ergab eine Umfrage der Swiss Life Deutschland, dass 51 Prozent der Frauen und 37 Prozent der Männer unter Burn-Out-Symptomen leiden – ein starker Anstieg im Vergleich zur Studie aus dem Jahre 2020. 

Dabei ist es gar nicht so leicht, einen Burnout zu erkennen. Den vorhandenen Beschwerden können grundsätzlich auch anderen Erkrankungen wie Depressionen, CFS oder Angsterkrankungen zugrunde liegen. Eine gründliche Anamnese ist daher ebenso wichtig wie das Hinzuziehen des Hausarztes - denn auch körperliche Erkrankungen oder ein Mikronährstoffmangel müssen ausgeschlossen werden.

Ein Burnout verläuft in Phasen. Dies lässt sich sehr gut in Form einer Uhr darstellen. Es beginnt zunächst mit dem Zwang, sich zu beweisen, führt über die Vernachlässigung eigener Bedürfnisse zu Erschöpfung und Rückzug und mündet schließlich in innerer Leere, Depression sowie psychosomatischen Ausfällen. Spätestens in den letzten drei Phasen ist professionelle Hilfe dringend notwendig! 

Kein Burnout gleicht dabei dem anderen. Umso wichtiger ist es, dass jeder Klient einen individuell auf ihn zugeschnittenen Therapieplan erhält. Oft hilft es schon, die Ressourcen zu stärken, ein positives Mindset aufzubauen oder  das Selbstwertgefühl zu stärken. Auch Methoden des Zeitmanagements kommen oft zum Einsatz. Als zertifizierter Burnout-Coach ist es mir ein Anliegen, Sie auf Ihrem Weg zu einem besseren Lebensgefühl und mehr Resilienz zu begleiten. Denn Sie sind gut und wertvoll so wie Sie sind!